Über uns

Unsere Vision

Wir möchten, dass alle Menschen Zugang zu individuell passenden, leicht verständlichen Gesundheitsinformationen haben. Dazu entwickeln wir praxistaugliche Lösungen, die wirken. Wir arbeiten unabhängig und gemeinnützig.

Unsere Lösungen und Projekte

Unsere Geschichte

Von der Idee zur Website in 4 Tagen

Medizinstudierende werden häufig von Verwandten gebeten, ihnen einen fachsprachlichen ärztlichen Befund zu erklären. Anfang 2011 fragten sich die beiden Medizinstudierenden Anja Bittner und Johannes Bittner sowie der Informatiker Ansgar Jonietz: Was machen eigentlich diejenigen, die keine Mediziner:innen in der Verwandtschaft haben? Damit war die Idee zu Was hab’ ich? geboren.

Am 15. Januar 2011 ging die Website washabich.de online – nach nur vier Tagen Entwicklungszeit. Schon nach 12 Minuten wurde der erste Befund eingesendet, vier Wochen später waren es bereits 500 Befunde. Die Rückmeldungen zu der Idee waren von Anfang an allseits positiv, die Nachfrage nach Befundübersetzungen enorm. Immer mehr Medizinstudierende engagierten sich ehrenamtlich und übten dabei, medizinische Inhalte verständlich zu kommunizieren.

Teammitglieder in einem Meeting

Das Sozialunternehmen Was hab’ ich?

Bald wurde aus der Idee ein Vollzeit-Job für das Gründungstrio. Ende 2011 folgten die Gründung einer gemeinnützigen GmbH und der Bezug des ersten Büros in Dresden. Weitere Projekte kamen hinzu und das hauptamtliche Team wurde mit der Zeit immer größer.

Aus dem Studentenprojekt hat sich ein erfolgreiches Sozialunternehmen entwickelt. Aktuell arbeiten 18 Kolleg:innen aus den Bereichen Medizin, IT, Gesundheitswissenschaften und Kommunikationswissenschaften daran, unsere Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Das Team

Im Gesundheitswesen ist Was hab’ ich? sehr gut vernetzt: Von Anfang an bekundeten viele Institutionen und Akteure ihre Unterstützung. Auch prominente Persönlichkeiten setzen sich für das Projekt ein und tragen die Idee weiter.

Unsere Motivation

Gesundheitskompetenz – dieser Begriff ist die Grundlage unserer Arbeit und in den letzten Jahren immer bedeutender geworden. Gesundheitskompetenz umfasst das Wissen, die Motivation und die Fähigkeiten, relevante Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden – und zwar sowohl für den Umgang mit Erkrankungen als auch zur Prävention und zur Förderung der Gesundheit.

Mit all unseren Tätigkeiten wollen wir Gesundheitskompetenz fördern. Denn wir wissen: Verstehen ist gesund. Wer seine Untersuchungsergebnisse, Erkrankungen und Behandlung versteht, kann informierte Entscheidungen treffen und sich gesundheitsbewusst verhalten. Eine höhere Gesundheitskompetenz führt damit zu einer Steigerung der körperlichen und psychischen Gesundheit.

Leider verfügt die Mehrheit der Menschen in Deutschland derzeit über keine ausreichende Gesundheitskompetenz. Entscheidend dafür sind neben persönlichen Voraussetzungen, wie zum Beispiel Lesekompetenz, vor allem strukturelle Bedingungen, zum Beispiel die Komplexität des Gesundheitswesens und die Verfügbarkeit passender, verständlicher Informationen. Studien konnten zeigen, dass ein Mangel an Gesundheitskompetenz mit einer höheren Rate chronischer Erkrankungen sowie einem erhöhten Mortalitätsrisiko verbunden ist. Auch aus ökonomischer Sicht ist ein Mangel an Gesundheitskompetenz gravierend: Eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz ist mit einer vermehrten Inanspruchnahme medizinischer Leistungen und damit höheren Ausgaben im Gesundheitssystem assoziiert.

Ansgar Jonietz am Schreibtisch

Mit unserem Engagement für leicht verständliche Gesundheitsinformationen möchten wir nachhaltig Gesundheitskompetenz stärken und Menschen befähigen, gute Entscheidungen für ihre eigene Gesundheit zu treffen.

Ansgar Jonietz, Geschäftsführer und Mitgründer

Arzt-Patienten-Kommunikation auf Augenhöhe

Ärzt:innen kennen ihr medizinisches Fachgebiet – Patient:innen kennen ihren eigenen Körper. Eine gelungene Arzt-Patienten-Kommunikation führt das Expertenwissen beider Seiten zusammen. Es ist ermutigend, dass immer mehr Menschen sich aktiv um ihre Gesundheit bemühen möchten, statt sich nur passiv behandeln zu lassen. Eine echte partizipative Entscheidungsfindung setzt aber voraus, dass Patient:innen genügend Wissen über ihre Erkrankung, die Untersuchungsergebnisse und Behandlungsmöglichkeiten erlangen. In einem wertschätzenden Dialog auf Augenhöhe lässt sich so die individuell beste Entscheidung zum weiteren Vorgehen treffen.

Gute Gesundheitsinformationen — jederzeit und überall

Nicht nur im Arzt-Patienten-Gespräch ist die patientenorientierte Vermittlung von Gesundheitsinformation wichtig. Viele Informationen sind unmittelbar im Anschluss an das Gespräch schon wieder vergessen. Deshalb ist es uns wichtig, schriftliche Informationen in einfacher Sprache bereitzustellen, die man jederzeit nachlesen und auch mit Angehörigen teilen kann.

Unsere Patientenbriefe

Für Bürgerinnen und Bürger sollte es zudem jederzeit möglich sein, qualitativ hochwertige, laiengerechte Informationen zu Präventions- und Gesundheitsthemen zu finden. Leider ist dies bei der immensen Fülle an online verfügbaren Informationen oft nicht leicht. Umso wichtiger finden wir es, verlässliches Gesundheitswissen bereitzustellen und Menschen dabei zu unterstützen, die Qualität von Gesundheitsinformationen beurteilen zu können.

Unsere Lösungen und Projekte